Android-Market-Suche funktioniert nicht: App-Entwickler stinksauer

Redaktion 29. Juli 2011 0 Kommentar(e)

Google, als wohl die größte Internetsuchmaschine, schafft es offenbar nicht, eine halbwegs funktionierende Anwendungs-Suche im Android-Market zu bieten. Ein Unternehmen sei deshalb, nach eigenen Angaben, innerhalb von zwei Wochen in die Pleite getrieben worden. Harte Anschuldigungen die aber tatsächlich nicht von der Hand zu weisen sind.

Anfang des Monats gab es scheinbar eine Suchumstellung im Android Market und seither funktioniert nichts mehr so richtig. Bei der Schlagwortsuche werden Anwendungen nach oben gereiht, die mit dem eigentlichen Thema nichts zu tun haben, andere Suchwörter ergeben gar keine Treffer obwohl es zahlreiche passende Anwendungen dazu gibt. Und sogar dann, wenn nach dem vollständigen Namen der Anwendung gesucht wird, gibt es falsche Ergebnisse. Dem Android-Neuling wird dadurch natürlich mangelnde Vielfalt vorgegaukelt, den Software-Anbietern brechen deshalb die Downloadraten ein. Zudem wird gemunkelt, dass kostenlose Anwendungen in den Suchergebnissen generell die oberen Plätze für sich beanspruchen würden.

Nachdem sich zahlreiche Entwickler bei Google über das Problem seit Umstellung des Suchalgorithmus beschwert haben, hat der Suchmaschinen-Gigant versprochen, sich um das Problem zu kümmern. Jetzt, mehr als drei Wochen später, ist jedoch immer noch nichts passiert. Verständlich, dass die Softwareentwickler sauer sind, nicht zuletzt weil dieses Such-Problem teilweise verheerende Umsatzeinbüßen mit sich gebracht hat. Berichten zufolge soll zum Beispiel bei einer Anwendung aus dem Business-Bereich die Downloadrate vor der Umstellung bei 400 bis 500 gelegen sein, vor rund drei Wochen ist diese auf maximal 140 Downloads täglich gesunken. Der Einbruch einer anderen Anwendung ist noch dramatischer: zuvor lag die Rate bei 1.000 Downloads am Tag, jetzt sind es nur noch 30! Und einen weiteren Anbieter hat die Umstellung innerhalb von zwei Wochen gar in die Pleite getrieben, als die Downloads und somit die Umsätze in nur zwei Wochen um 50 Prozent einbrachen. So die Angaben der Betroffenen.

Jetzt kann man natürlich sagen: Es gibt ja auch noch andere Android-Software-Shops wo Anwendungen bezogen werden können. Aber am bekanntesten und vor allem auf vielen Geräten bereits vorinstalliert ist trotz allem der Android Market. Einige Entwickler sind mittlerweile so stinksauer, dass sie angekündigt haben, künftig aufgrund der aktuellen Probleme keine Android-Anwendungen mehr entwickeln zu wollen. Da ist wohl seitens Google schneller Handlungsbedarf gegeben …

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