Round 4 – Apps

Zuerst die obligatorischen Zahlenspiele: Rund 2,5 Millionen Apps tummeln sich in Googles „Play Store“, etwas über 2 Millionen sind es in Apples App Store.

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Es gibt mittlerweile also einen deutlichen Überhang an Android-Apps – prominente App-Entwickler bringen ihre Produkte aber dennoch oftmals zuerst für iOS heraus. Der Grund: Bei Apple-Nutzern sitzt die Geldbörse deutlich lockerer und durch ihr im Schnitt etwas höheres Haushaltseinkommen sind sie auch als Werbekunden interessanter. Dafür nehmen die Entwickler sogar einige zusätzliche Hürden in Kauf. Jede neue App und jedes App-Update muss vor der Veröffentlichung durch Apple freigegeben werden, was oft einen erheblichen Zusatzaufwand bedeutet. Das lassen sich die App-Entwickler von den Kunden abgelten, der Anteil der kostenpflichtigen Apps ist im App-Store empfindlich höher.

In Googles Play Store geht es freier zu – im doppelten Sinn des Wortes. Für fast jeden Zweck findet sich eine Gratis-App und Entwickler können veröffentlichen, was sie wollen. Das Argument, dadurch würden sich Viren und Malware verbreiten, ist nicht stichhaltig: Googles automatisierte Virenkontrolle im Store ist höchst ­effektiv, Schadprogramme verbreiten sich unter Android hauptsächlich über Dritt­anbieter-App-Stores, die in Europa kaum gebräuchlich sind.

Winner: Google

Round 5 – Cloud-Dienste

Cloud-Dienste helfen dem Nutzer dabei, seine Dateien und Dokumente online zu speichern und sie automatisch über mehrere Endgeräte abzugleichen. Google hat sich mit der Online-Office-Suite Google Docs / Sheets / Slides schon 2006 schon früh auf das Feld der Cloud-Services gewagt, 2012 wurden die Dienste in „Google Drive“ mit 15 GB Gratis-Speicher gebündelt – die In­halte sind über eine Web-Oberfläche verfügbar und lassen sich per App bzw. Client­Programm auf Android, iPhone, PC und Mac nahtlos einbinden und synchronisieren. Im Vorjahr hat Google seinen Service um den Dienst „Google Fotos“ erweitert, wo sich Fotos von Handy oder Kamera bis zu einer Auflösung von 16 MP bzw. Videos bis Full HD gratis ablegen lassen – ohne Mengenbeschränkung. Eine starke Ansage in die Richtung von Apple. In der „iCloud“ ist seit 2014 zwar die „iCloud Fotomediathek“ zum Sichern und synchronisieren von Fotos enthalten, der Gratisspeicher ist allerdings mit 5 GB beschränkt – für sämtliche Cloud-­In­halten zusammen.

Womit Apple punkten kann, ist die ­bessere Einbindung von Backups und Passwörtern in die Cloud: Die regelmäßige, automatische Sicherung von iPhone und iPad über die iCloud ist leicht einzurichten und vor allem vollständig. Auch die Synchronisation von Login-Daten und Passwörtern funktioniert mit Apples iCloud-Schlüsselbund besser und vollständiger als bei Android. Dennoch: Im Cloud-Bereich hat Google mit plattformübergreifend Service die Nase vorne.

Winner: Google