Es wird gerne ignoriert, viele sind bereits angenervt, wenn dieses Thema zur Sprache kommt. Dennoch: Mit ständiger Smartphone-Nutzung tun wir unserer Wirbelsäule keinen Gefallen. Wir können aber auch etwas gegen mögliche Schädigungen unternehmen.

Bild: © Lupo/pixelio.de

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Eine Frage der Haltung – unter anderem

Nein, wir sind keine High-Tech-Mephistos, lauten Halses vor der Gemeinde der Cyber-Jünger postulierend „Ich bin der Geist, der stets verneint …“. Es ist allerdings auch ein Teil der Wahrheit, dass die häufige Smartphone-Nutzung von unserem Körper unnatürliche Haltungen abverlangt. Nichts, was uns gleich in den Rollstuhl bringt, aber langfristig gesehen durchaus unangenehm werden kann.

Wir reden hier von dem dauerhaft gesenkten Kopf, während wir Nachrichten in WhatsApp eintippen, Videos schauen und vieles mehr. Dabei wird nämlich der Nackenbereich erheblich belastet. Wir reden hier von einem Druck von etwa 30 Kilo, die darauf ausgeübt werden. Die Folgen sind unter anderem Muskelverspannungen und -krämpfe mit einhergehenden Schmerzsymptomen und degenerative Veränderungen im oberen Bereich der Wirbelsäule. Das ist nicht erstrebenswert, allerdings soll das im Umkehrschluss nicht heißen, dass jetzt alle das Handy beiseite legen und zu den guten alten Buschtrommeln zurückkehren soll. Vielmehr haben wir ein paar Tipps auf Lager, mit denen sich drohendes Ungemach verhindern lässt.

Der erste Schritt könnte sein, den Nackenbereich zu entlasten, indem wir das Handy direkt vor die Augen halten, sodass wir den Kopf nicht mehr senken müssen. Idealerweise ist da ein Tisch greifbar, an dem wir die Ellbogen abstützen können, weil sonst auch diese Haltung mit der Zeit unangenehm werden kann. Merke: Nackenbereich nicht über Gebühr belasten.

Wichtig sind auch Pausen. Wenn wir alle paar Minuten das Handy zur Seite legen, uns in unserer Umgebung umsehen, den Kopf in andere Richtungen bewegen, dann bemerken wir nicht nur, dass es auch eine Welt jenseits des Handydisplays gibt, wir geben unserer Wirbelsäule, unserem Nacken und der Muskulatur auch die Gelegenheit, sich zu entspannen. Das ist ganz wichtig, um langfristigen Haltungsschäden vorzubeugen.

Auch Dehnübungen können dabei helfen, die verspannte Muskulatur wieder zu lockern. Geeignete Anleitungen für solche Übungen gibt es im Internet zuhauf.

Wer bereits Schmerzen verspürt, wenn sich die Verspannungen nicht mehr lösen möchten, bestimmte Körperhaltungen zur Qual werden, dann ist es für ihn wahrhaftig an der Zeit, einen Arzt und gegebenenfalls einen Chiropraktiker aufzusuchen.

Quelle: Valpolife