Autopiloten und autonome Autos gehören zwar noch nicht zum Alltag, die Entwicklung geht aber derzeit rasant voran. Mit diesem Gadget wird jedes Auto zum autonomen Smart-Car!

So sieht der Prototyp des Neodriven derzeit aus. (Foto: The Verge)

George Hotz, bekannt geworden als Hacker des iPhone und der PlayStation 3, stellte Ende 2015 ein ambitioniertes Projekt vor: Mit seinem neuen Unternehmen wollte er für ungefähr $1.000 ein Gadget für Endkunden produzieren, das ihre Autos halb-autonom machen sollte – das Projekt wurde elf Monate später allerdings eingestellt.

Nach dem Aus des Projekts stellte Hotz die dahinter liegende Software anschließend frei zur Verfügung – in der Hoffnung, damit eine Art do it yourself Auto-Revolution zu starten. Das heißt: Jeder Entwickler und jedes Unternehmen kann die Software benutzen, weiterentwickeln und verändern, um eigene Geräte damit laufen zu lassen. Nur wenige Wochen später stellte bereits ein junges, kleines Unternehmen namens Neodriven sein erstes Produkt auf Grundlage dieser Software vor.

Hinter dem Unternehmen steht der frühere Tesla-Mitarbeiter Matt Schulwitz. Das erste Produkt, das den gleichen Namen trägt wie das Unternehmen, soll für $1.495 verkauft werden. Auf der CES in Las Vegas zeigte Schulwitz auch gleich einen Prototypen des Neodriven, das im Auto den Rückspiegel ersetzt. Es bietet einige Funktionen, die das Fahrzeug in manchen Bereichen autonom fahren lassen – allerdings stößt das Gadget noch oftmals an seine Grenzen, beispielsweise bei einer roten Ampel. Nichtsdestotrotz funktioniert das Gadget schon erstaunlich zuverlässig, wie im Video zu sehen ist – vor allem, wenn man bedenkt, dass Neodriven in rekordverdächtig kurzer Zeit entwickelt wurde, nachdem Hotz seine Software verfügbar machte.

Autopiloten sollen indes nicht die einzige Anwendung für das Gadget bleiben. Auch alternative Navigationssysteme oder Smart-Car-Features sollen zukünftig möglich sein. Damit soll den Nutzern bzw. Autofahrern die Möglichkeit an die Hand gegeben werden, sich ein Stück weit unabhängig von den großen Firmen zu machen, eine Alternative zu beispielsweise Android Auto zu haben. Wie erfolgreich das Projekt wird, hängt allerdings maßgeblich davon ab, ob genügend Entwickler tolle Anwendungen für Neodriven erschaffen werden.

Quelle: The Verge