Drohnen nach Helikopterkonzept sind mittlerweile nichts Neues mehr. Senkrecht starten und landen, in der Luft stehen bleiben – kennen wir alles. Wir wäre es aber mit einem unbenannten und mit einer guten Kamera bewehrten Tragflächenflugzeug?

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Militärisch ist das zwar ein alter Hut, im zivilen und speziell im Privatbereich sind sogenannte Flügeldrohnen jedoch noch kein Massenprodukt. Hersteller Parrot hat mit der Disco FPV nun ein Modell auf den Markt gebracht, für das man kein Profipilot sein muss und trotzdem ein Vogel-Gefühl vermittelt bekommt.

Starten wie ein Falkner

Gestartet wird der „Big Bird“ aus geschäumtem Kunststoff (Spannweite immerhin 1,15 Meter), an dessen Rumpf die beiden Tragflächen angesteckt werden, über ein Startprogramm aus der Hand: ein ­sanftes Abstoßen und der Flieger rauscht davon. Dann geht es auf Wunsch mit einer Geschwindigkeit von bis 80 km/h auf die Reise (Parrots Bebop 2-Drohne schafft nur knappe 50 km/h), gesteuert wird das Fluggerät dann über eine eigene Kontrolleinheit (3), an die man für die Videoüberwachung auch Smartphone oder Tablet andocken kann. Die echte Vogelperspektive erhält man aber via „Cockpitglasses“ (2), eine VR-Brille, in die man das Smartphone einsetzen kann, um damit ohne echte Sicht zu fliegen, sondern nur über die Bilddaten, die die Full HD-Frontkamera liefert (in Echtzeit stehen allerdings nur Bilder in 360p zur Verfügung). Ein Bildstabilisator sorgt für einen weichen Verlauf der Aufnahmen. Stößt die Disco an die Funkgrenze, macht sie automatisch kehrt. Sie findet den Rückweg alleine (wenn kein Baum im Weg ist) und macht alles, damit es nach dem Ausflug heißt: „Der Adler ist (heil) gelandet.“