Mit dem Begriff „Streaming ­Clients“ (mehr dazu finden Sie in ­diesem Heft übrigens auf Seite 76) be­zeichnet man dachartig alles, was es zum Herunter­laden und gleichzeitigem Wiedergeben von Mediadaten braucht, sowohl auf Software- als auch auf Hardware-Seite.Eine Set-Top-Box wie die von Gaming-Spezialist Nvidia fällt also auch darunter – wenngleich sie eine klare ­Spezialisierung in Richtung Spiel aufweist.

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Auch eigene Inhalte lassen sich via Konsole auf dem Fernseher wiedergeben. Das können Bilder aus dem Urlaub sein, aber auch selbstgemachte Videos. Der WiFi-Standard ac lässt das ohne Ruckeln auch in 4K-Qualität zu, wenn Ihr heimischer Router mitspielt.

Schrumpfkur

Für das neue Jahr hat der kalifornische Hersteller eine Überarbeitung seines schon immer scharf designten Kästchens für die Heimunterhaltung vorgenommen. Was zuerst auffällt: Es ist noch kleiner geworden. Betrachtet man die Bilder, glaubt man zunächst, das von seiner Form her an einen Wohnblock aus einem düsteren Science Fiction-Film erinnernde Gehäuse sei so hoch wie ein Stand-PC. Weit gefehlt. Mit nicht einmal ganzen 16 Zentimetern in der Länge ist der flache Quader mit Dreiecksoberfläche ja fast schon hosentaschengeeignet. Im Vergleich zu ersten Generation gingen noch einmal einige Fingerbreiten verloren.

Neue Software

Aber nur wegen ein bisschen weniger Ge­häusevolumen kauft kein Kunde den Nachfolger. Wegen mehr Leistung bei der Hardware? Vielleicht schon, nur da hat sich nichts getan. Noch immer ist der Tegra X1-Prozessor mit 3 GB-RAM verbaut und noch immer hat der interne Speicher 16 oder wahlweise 500 GB. Gut, einen neuen Controller gibt es und der muss obendrein nicht mehr mit der Box gekoppelt werden, sondern ist es bereits aus dem Karton heraus. Und sowohl Fernbedienung als auch Controller verfügen jetzt über eine Infrarot-LED zur direkten Steuerung des Fernsehers.

Was ist aber nun wirklich neu? Betriebssystem war schon immer Android TV, nur basierte das zuletzt auf ­Android Lollipop und jetzt auf Android Nougat. Das Update dürfte aber auch noch das alte Gerät erreichen. Was aber nur mit der 2017er Version möglich sein soll, ist die Nutzung der Konsole als Smart Home-Zentrale. Dank Googles Sprach-Interface lassen sich so z.B. Urlaubsfotos ganz ohne Berührung auf den ­großen Schirm werfen, Musik auf Verbalkommando abspielen und smarte Haustechnik (Birnen, Heizungsregler etc.) nur mit der Stimme regeln. Umgestellt hat man übrigens jetzt auch bei der Streaming-Spieldatenbank „GeForce Now“ – sie wurde teurer.

Preis: EUR 229,99 / 329,99 / OS: Android TV (Android 7.0) / Chip: NVIDIA Tegra X1, 3 GB RAM / ROM: 16 / 500 GB / Maße / Gewicht: 9,8 x 15,9 x 2,6 cm / 250 g  / Konnektivität: LAN, WLAN ac, 2 x USB-A, HDMI, Bluetooth | bit.ly/AM_shield