In den USA erkranken jährlich über 70.000 Menschen an der pathogenen Abart des Darmbakteriums E. Coli. 60 davon sterben daran. Nun kann jeder selbst die Lebensmittel überprüfen. Zumindest theoretisch.

Bild: MIT

Diagnose mit dem Smartphone

Die Diagnose mit den Mitteln der Mikrobiologie dauert für gewöhnlich einige Tage: Zunächst wird eine Probe in einer Petrischale aufgetragen, dann 24 Stunden bebrütet, danach geht es gegebenenfalls weiter mit Isolieren, nochmals bebrüten, differentialdiagnostische Verfahren – damit gehen dann schon einmal zwei bis drei Tage ins Land.

Forscher des MIT haben nunmehr ein Verfahren entwickelt, das es sogar Laien erlaubt, zu ermitteln, ob Lebensmittel mit pathogenen Keimen kontaminiert sind. Der erste Kandidat der Ausschlussliste ist der oben erwähnte E. Coli, der eigentlich ein Teil der natürlichen Darmflora ist, in bestimmten Abarten aber heftige Erkrankungen auslösen kann.

Benötigt wird eine Lösung, von der ein Tropfen aufgetragen wird, sowie ein Smartphone mit einer geeigneten App. Die Lösung besteht aus Kohlenwasserstoff und Fluorkohlenstoff. Ist die Probe tatsächlich kontaminiert, reagieren Fluorkohlenwasserstoff und die Peptide des Bakteriums miteinander. Ein geschultes Auge kann die Reaktion direkt erkennen, für alle anderen gibt es die passende App.

Die Forscher arbeiten inzwischen an der Verfeinerung der Methode, möchten auch weitere Keime auf diese Weise identifizierbar machen. Ob und wann dieses System allgemein verfügbar sein wird, ist allerdings noch nicht so ganz klar.

Quelle: Science Daily