Verlassen Sie sich lieber nicht auf das Entsperrungsmuster Ihres Smartphones.


Auch interessant: Google Entwickler behauptet, Android sei sicherheitstechnisch gleichauf mit dem iPhone

(Foto: Lancaster University)

(Foto: Lancaster University)

Viele Anwender benutzen statt eines Kennworts oder einer Geheimzahl lieber ein Entsperrungsmuster. Das sollten sie aber besser bleiben lassen. Denn Wissenschaftler der Lancaster University, der Northwest University und der University of Bath haben herausgefunden, dass sich solche Muster in nur fünf Versuchen knacken lassen.

Zu diesem Zweck ist es nötig, heimlich ein Video davon aufzuzeichnen, wie der Besitzer eines Smartphones sein Gerät mit Hilfe des geheimen Musters entsperrt. Ein Videoanalyseprogramm ist dann in der Lage, anhand der Fingerbewegungen des Benutzers einige Muster zu liefern, unter denen sich das Muster des Benutzers mit hoher Wahrscheinlichkeit befindet. In 95 Prozent der Fällen benötigten die Forscher weniger als fünf Versuche, um das Smartphone auf diese Weise zu entsperren.

Damit das funktioniert, ist es nicht nötig, dass die Videokamerakamera tatsächlich auch nur einen Teil des Bildschirms aufnehmen kann. Es reicht, die Bewegungen der Finger zu filmen. Verwendet man ein Smartphone, um das Video aufzunehmen, darf man bis zu zweieinhalb Meter vom ahnungslosen Opfer entfernt sein. Beim Verwenden einer digitalen Spiegelreflexkamera funktioniert dies sogar bis zu einer Entfernung von 9 Metern.

Quelle: Lancaster University