Wissenschaftlern der University of Michigan ist es gelungen, Smartphones und Fitness-Tracker über ihren Beschleunigungssensor mithilfe von Schall zu kontrollieren.

Bild: University of Michigan

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Mit dem Trick können sogenannte kapazitive MEMS-Beschleunigungssensoren manipuliert werden, die in den Geräten Bewegung sowie deren Richtung und Geschwindigkeit erkennen. Damit ist beispielsweise die Steuerung über physische Gesten mit dem Smartphone oder das Zählen von Schritten möglich. Mit einem Fünf-Dollar-Lautsprecher beschallten die Wissenschaftler 20 unterschiedliche Sensoren von 5 verschiedenen Herstellern. Fast alle reagierten auf die Resonanzfrequenzen und ließen sich beliebig beeinflussen. Als Demonstration zeigten die Forscher, wie sie ein Modellauto, das eigentlich über das Bewegen des Smartphones bedient wird, bei ruhig liegendem Gerät fernsteuern konnten. Das ist natürlich harmlos, aber solche Sensoren kommen beispielsweise auch in medizinischen Geräten vor. Wenn dann die Insulinpumpe plötzlich die zehnfache Dosis ausgibt, ist es nicht mehr so lustig. Das einzig Beruhigende ist, dass für den Hack 110 Dezibel notwendig ist, in etwa die Lautstärke eines Presslufthammers. Damit ist es zumindest nicht so leicht unauffällig zu machen.

Die Forscher haben die Hersteller der Beschleuigungssensoren informiert.

Quelle: University of Michigan